Neben Videospielen und Tabletop gibt es noch ettliche andere Arten von Spielen, die den Nerd von Welt interessieren können. Bei mir persönlich Bilden nach Videospielen seit Langem die so langweilig klingenden “Brettspiele” den größten Fokus. Wer jetzt an Dame, Mühle oder Mensch ärger dich nicht denkt, der hat einiges verpasst. Es gibt ettliches zu entdecken im Reich der Brettspiele, das von “Dungeon-Crawler” bis hin zu “Master of Orion, bloß als Brettspiel” reicht. Deswegen nehme ich die Jahresendenflaute zum Anlass, mit einer hoffentlich lange andauernden Rubrik von Brettspiel Vorstellungen zu starten und welches Spiel erhält die Ehre, den Anfang zu machen? Dust Tactics!
Was ist Dust Tactics? Dust Tactics bezeichnet sich selbst als “tactical miniatures board game”, was soviel bedeutet, wie ein klassisches Tabletop, das man auf ein Spielbrett übertragen hat. Und ganz nebenher in einem Weird War II Setting, es treffen also 1947 Alliierte und Achsenmächte samt Kampfmechs aufeinander.
Prinzipiell spielt sich Dust Tactics einem Tabletop sehr ähnlich -fast jedem ist Warhammer 40k ein Begriff-, es gibt unterschiedliche Deckungen, die Trupps sind unterschiedlich bewaffnet, haben Fähigkeiten und Eigenschaften, nebenbei tummeln sich auch noch Helden neben Mechs und Sturmgrenadieren. Anstatt Codizes oder sonstige schwere Schinken, um die Eigenschaften der Einheiten unterzubringen, hat man bei DT zu Karten gegriffen, diese sind platzsparend und ermöglichen schnellen Zugriff auf die Werte der verschiedenen Trupps.

Der offensichtliche Unterschied ist aber das Spielfeld, DT spielt man nicht auf aufwendig gestalteten Tischen mit allerlei Gelände, sondern einem, in Quadrate eingeteiltem, Spielfeld. Bewegungen sind also viel einfacher durchzuführen, Reichweite ist leichter zu ermitteln, bzw. man weiß im Vorfeld ob man trifft oder nicht. Aber auch das Ermitteln von Treffern und Schaden – diese beiden Schritte sind sogar in Einem zusammengefasst -, sowie Deckung ist in Dust Tactics wesentlich vereinfacht. Man benötigt nur ein mitgeliefertes Set Spezialfwürfel. Diese haben zwei Seiten mit einer Treffermarkierung und auf den anderen vier Seiten würfelt man einen Fehlschlag, bei Deckung ist dies etwas anders, aber hier komme ich auch direkt zu den Regeln.
Die Regeln sind nämlich sehr übersichtlich und lassen keine Fragen offen, selbst wenn man vor der ersten Partie keinen Blick hineingeworfen hat, endet diese nicht im Chaos und nach zwei, drei Partien hat man diese auch verinnerlicht. “Zwei bis drei Partien dauern auch ihre Zeit…”, mag jetzt einer denken, aber auch hier fällt DT etwas aus der Reihe: Das Aufbauen und zusammenstellen der Armeen dauert keine 15 Minuten und eine umfangreichere Partie hält sich im Rahmen von 40-60 Minuten. Mein persönlicher Minuspunkt ist, dass das Würfelglück in DT recht dominant sein kann und so sind schon ganze Trupps samt Läufer in der ersten Runde verschwunden.

Generell möchte ich also behaupten, dass Dust Tactics genau das Richtige für alle Tabletop Enthusiasten sind, die sich aus welchen Gründen auch immer nicht an die “großen” System wagen. Noch dazu können sich die Minis sehen lassen, FantasyFlightGames lassen sich hier definitiv nicht lumpen und es gibt sogar Premium Boxen, in denen die Modelle bereits bemalt sind.
Ein weiterer Vorteil von Dust Tactics ist, dass das Spiel out of the Box spielbar ist; man braucht nichts ausser dem Core Set. Wer aber gefallen gefunden hat, kann seine Dust Tactics Erfahrung mittlerweile um ettliche Einheiten erweitern oder auch zu den Erweiterungen greifen. Operation Cerberus zum Beispiel hat vor wenigen Tagen 3D Gebäude und entsprechende Regeln eingeführt. Superschwere Mechs sind seit Kurzem erhältlich und am Horizont kann man schon die ersten Umrisse von Dust: Warfare erkennen. Dust: Warfare ist ein Regelwerk, mit dem man seine Dust Tactics Armee vom Spielbrett auf den Tisch bringen kann.
Dust Tactics hat also meine uneingeschränkte Kaufempfehlung bei allen, die einem entspannten Spiele-Abend nicht abgeneigt sind und gerne mal mit dem Tabletop Liebäugeln.






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Board Game Tipps finde ich gut.
“Dungeon-Crawler” als Board Game? Du meinst “Dungeon Crawl”? http://boardgamegeek.com/boardgame/42415/dungeon-crawl
Ich finde ja “Castle Ravenloft” sehr spannend. http://www.boardgamegeek.com/boardgame/59946/dungeons-dragons-castle-ravenloft-board-game
Besonders frage ich mich, wie die sich mit 1 Player spielen.
Dungeon-Crawler meinte ich als “Genre”, quasi alles wo sich eine Heldentruppe auf die klassische Schatzsuche begibt. Nachdem was ich grade so lese, fällt “Dungeon Crawl” auf jeden fall darunter.
“Descent: Journeys in the Dark” ist auch ein sehr schönes Spiel in der Richtung und der “Overlord” versucht aktiv die Helden loszuwerden.
Die überarbeitete Neu-Auflage im Februar wird definitiv geholt.
70 euro ? pffftt
Wo kaufst du denn? pfffftt
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